Das war mein allererster Versuch, Wasser mit Monitoren darzustellen. Der liegt nun schon mehr als fünf Jahre zurück. Ich wollte einen Strand darstellen, der breit ist. Und es sollten keine Bildschirmränder sichtbar sein. Also habe ich eine fertige Plexyglasbox von knapp 60 cm Breite und 30 cm Tiefe und zwei ca. 9-Zoll-Bildschirme erworben, deren Bildschirmflächen an der Vorderseite und an der rechten und linken Seite genau mit den Boxenrändern abschließen, so dass kein Rand sichtbar ist. Es sollte eine echte Illusion von bewegtem Wasser entstehen und da sollte kein Bildschirmrand im Weg sein. Und ich denke, das ist gelungen. In der Lücke zwischen den beiden Bildschirmen habe ich einen Pier gebaut, der die Lücke überbrückt. Die Bildschirme sind an einem Holzrahmen befestigt, der mit den Halteschrauben der Bildschirme verschraubt ist. Mit diesem Rahmen verklebt sind die umlaufenden Styrodurstreifen aus denen der Sockel besteht und die Grundplatte aus Styrodur, die die Fläche außerhalb der Monitore abdeckt. Den Pier habe ich aus zwei Lagen Pappe geschnitten, zwischen die die Kettenführung der Magnorail Fahrradfahrer geklebt ist. Der Kurs der Fahrradfahrer führt über drei 180 Grad Kehren: Eine in der hinteren linken, eine in der hinteren rechten Ecke und eine im Pier. Da ich leider ein wenig Gefälle in die Strecke der Fahrradfahrer eingebaut habe, ist die Kette nicht so leichtgängig, wie sie eigentlich sollte, was dazu geführt hat, dass ich eine zweite Antriebseinheit einbauen musste. Die Abdeckung der Zugkette der Fahrradfahrer, also die Fahrbahn habe ich dieses Mal nicht aus 300 Gramm Karton gemacht, sondern aus einer dicken Folie. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das eine bessere Lösung als der Karton ist.
Die Felsen habe ich zunächst mit Styrodurstücken vormodelliert und dann zusammen mit den anderen Flächen mit Moltofill Reparaturspachtel geformt, wobei ich mit dem Spachtel am Wassersaum des Strandes auch über den Bildschirmrand hinausgegangen bin, damit kein Bildschirmrand sichtbar ist.
Am Strand und am Pier sind einige bewegte Figuren von Viessmann eMotion verbaut. Insgesamt 4 Angler (
Art.Nr. 1516), ein Straßenmusiker (
Art.Nr. 1510) und ein bewegtes Liebespärchen (
Art.Nr. 1501).
Außerdem habe ich eine Figur animiert, die einen großen Drachen steigen lässt und davon teilweise nach oben gezogen wird. Die Bewegung habe ich mit einem kleinen Getriebemotor und einem Exzentermechanismus aus Draht realisiert.
Beleuchtet wird alles von oben mit einer Wolkenlampe, die an einem Fahnenmast befestigt ist mit je zwei RGB Leuchtmitteln und zwei Warmweiß-LEDs, die über Potentiometer eingestellt werden (PWM-Regler waren mir zu diesem Zeitpunkt als Regler für LEDs noch unbekannt). Außerdem befinden sich überall versteckte 5 mm Warmweiß Strahler LEDs, die auch im Dunkeln den Strand beleuchten, genauso wie flache LEDs unter den Sonnenschirmen. Der Leuchtturm hat natürlich ein Blinklicht.
Das Wellenvideo, das auf den Bildschirmen läuft, ist ein Drohnenvideo aus ca. 30 bis 40 Metern Höhe an einem Strand. Es wird abgespielt über einen Stand Alone Videoplayer (wie z.B.
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https://amzn.eu/d/6UU5rIW) an beide Bildschirme.
Insgesamt war ich beim ersten Abspielen des Videos hellauf begeistert und wusste, dass ich noch mehr in dieser Richtung bauen würde.